Sonntag, den 27. April 2008, 23:04 - Runners Couch
Heute war großer Wandertag in Hamburg. Mit mir mittendrin. Und dem Fernsehen, genauer dem NDR, dabei. Rechts ein Screenshot, unten ein TV-Ausschnitt und hier der Kurzbericht.Es hat sich wiedermal gezeigt, Marathon wird mit dem Kopf gelaufen. Nicht nur, dass ich im Vorfeld gegrübelt habe, was denn angesichts der für Bestzeiten zu schwachen Vorbereitung möglich ist. Nein, auch schon kurz nach dem Start, als mir bei Kilometer drei bereits der Schweiß in Strömen von der Stirn rann und sich alle Mitläufer bereits am ersten Wasserstand auf das kostbare Nass stürzten, dachte ich mir, Ui, das wird aber heiß, heute. Und weiter: Ui, das könnte schwierig werden.
Tja, und damit war er da, der Gedanke, der sich nicht mehr vertreiben ließ. Und so kam es, wie es kommen musste, er erfüllte sich selbst, der Geadnke. Kurz nach Halbzeit war Schluss mit lustig.
Wandertag
Über eine Strecke von vielleicht 10 bis 12 Kilometern, während der ich ständig aufmunternd angefeuert wurde, fluchte ich mit mir, grollte der Sonne und wurde permanent übellauniger. Die Leute jedoch lachen mich die ganze Zeit an, sprechen mir Mut zu und muntern mich auf. Und als ich schließlich zurücklache, lachen sie umso mehr. Das macht Spaß. Ich bin hier, um Spaß zu haben. Also:Also habe Spaß!
Und siehe da: Es geht! Der Dialog mit den Zuschauern und mit meinen Leidensgenossen, die mit hängenden Köpfen ebenfalls am Rand lang schlichen, machte einfach Spaß. Beinahe hätte ich das mir angebotene Bier angenommen, aber der Becher sah doch zu schmuddelig aus.
Ich habe die Langsamkeit für mich entdeckt und den Gedanken an verpasste Zeiten erfolgreich verdrängt. Auch eine Art Sieg, auf den ich so was wie stolz bin.
Allen Daumendrückern sei an dieser Stelle ganz herzlich gedankt!




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Montag Abend, noch zwei lockere Trainingsläufchen bis Hamburg. Ich komme am Jahnplatz vorbei, besuche kurz meine Jungs beim Training und werde wie elektrisiert die Gruppe nicht mehr ganz so junger Leute gewahr, die sich der Erringung des Deutschen Sportabzeichens widmen. Und Wolfgang unter ihnen. Plötzlich juckt es mich irgendwie in den Füßen und Fingern und ich melde mich an.
Die Vortuner in grün-türkisen ballonseidenen Trainingsanzügen sehen schon aus wie Karikaturen. Aber ich spüre eine kindliche Freude, mich den angeboteen Disziplinnen zu stellen. Nur den Sprint, den schenke ich mir. Zu groß ist die Gefahr, sich was zu zerren. Immerhin. Soviel Vernunft war noch da.
In einer Woche ist mein zweiter Marathon in Hamburg Geschichte. Und so langsam steigt die Nervosität. Ich fühle mich gut. Seit drei Wochen. So liefen heute die langen Intervalle über zwei mal 5.000 und einmal 2.500 Meter wirklich gut! Zu gut? 







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