Samstag, den 26. Mai 2007, 18:17 - Der ganz normale Wahnsinn

Der Druck wurde zu groß. Und nachdem meine großen Vorbilder Erik, Rolf und Bjarne mutig vor die Presse getreten sind, komme ich auch nicht umhin, mein Gewissen zu erleichtern.
Lesen Sie hier das Protokoll meiner Pressekonferenz!
Ich gestehe:
* 1969 eine Urinprobe in der Garagenhofeinfahrt abgegeben zu haben. Sehr zum Unwillen des Hausmeisters.
* 1973 mit Stinkbomben meine Mitturner des TuS Erkrath außer Gefecht gesetzt haben zu wollen.
* 1975 mir den Zeh habe nähen lassen, nachdem ich mir mit meinen neuen Spikes erst dieselben und dann den Zeh durchtrennt habe. Nur um weiter Sport treiben zu dürfen.
* 1976 einen Fehlstart verursacht zu haben.
* 1983 nach einem 100 Meter-Lauf auf die Bahn gekotzt zu haben.
* 1984 mit zuviel Rückenwind sieben Meter weit gesprungen zu sein.
* 2005 meinen Marathongegner mit den fetten Rettungsringen auf den Hüften in Gedanken verhöhnt zu haben. Solange, bis er bei km 38 an mir vorbeizog.
Ich muss jetzt aufhören. Meine Tastatur schwimmt mir weg. Mehr Geständnisse finden Sie hier. (<- klick) Und wer meinem Beispiel folgen möchte, kann dies gerne per Kommentar tun. Gestehen macht frei! ;-)




( 3.2 / 71 )

Komma Eins Vier Eins Fünf … Man könnte ewig weitermachen, um die Zahl π (sprich: Pi) zu notieren, und würde doch kein immer wiederkehrendes Muster entdecken. So ist sie halt, die Zahl, die meinem heutigen Wettkampf den Namen gab und an dem ich zum dritten Male teilnahm. Der Name kommt deshalb zustande, weil die Distanz dem Durchmesser eines Kreises mit dem Umfang eines Marathons entspricht ( 13,431 km = 42,195 / π km) und dabei noch 5 Hügel mit 3,14 Hektometern (314 Meter ;-) zu überwinden sind.
also kurzerhand ins Auto geschwungen und dorthin gefahren. Ein bisschen hatten allerdings die Regenfälle der vergangenen Tage der Strecke zugesetzt. Im Wald wurde der Lauf anfangs nämlich zu einer lustigen Schlammschlacht und teilweisen Rutschpartie. Aber daran gewöhnt man sich schnell. Die vor einem laufenden Mitstreiter gaben ein ungefähres Bild dessen, wie man selbst von hinten aussah. Die Krönung war dann der anderthalb Kilometerlange Schlussaufstieg. Da war ein wachsames Auge gefragt, um nicht vollends im Morast stecken zu bleiben.
So, Hamburg ist jetzt 2 Wochen her. Langsam lässt die Euphorie etwas nach.
steht. Aber egal. Dort bei den Bässen von Smoke on the Water durch eine Unterführung zu laufen, war einfach gänsehautauftragend.
Bin seit Donnerstag in Hamburg. Geniales Wetter. Aber für Marathon schon fast zu warm. Auch heute noch. Doch die Prognose bei Wetter-online steht für morgen auf 16°. Das wäre klasse.
Noch eine Woche bis zum Hamburg-Marathon. Also Zeit für ein kurzes Fazit der Vorbereitung. Die ist alles andere als gut verlaufen. Der Kilometerumfang pro Woche ist zu gering. Die langen Läufe waren a) zu wenig und b) liefen ganz schlecht. Also Ziel korrigieren. Unter 4:00 ist aber zu lasch. Also versuchen wir es mit dem Mittelwert aus 3:45 und 4:00, 3:52.
Eine weitläufige Läuferweisheit ist, dass Marathon mit dem Kopf gelaufen wird. Hat man schon oft gehört und das Nachvollziehen fällt mir solange schwer, bis ich wieder an dem Punkt bin, an dem der Kopf einsetzt.
Recht kurzentschlossen, so wie es meiner Natur der Urlaubsplanung entspricht, haben wir bei unserem letztjährigen Urlaubsquartier der Familie Rubatscher in LaVal / Dolomiten angefragt. Und da

Wäre ich mal letzten Montag noch im Bett geblieben, dann hätte es Mittwoch nicht den kleinen Rückschlag gegeben. Einen so schönen, röchelnden Rasselhusten hatte ich lange nicht mehr. Ich sah ja schon die für das Wochenende angepeilten Trainingseinheiten schwinden. Aber dann hab eich mich Samstag Abend doch noch auf den Weg gemacht. Ganz vorsichtig. 10 km. Ging gut. So gut, dass ich mir für Samstag die 3 Stunden doch vornahm. Bis km 24 ging's gut. Dann bergab. Im übertragenen Sinne. So langsam geht's aber wieder. Und die Atemwege haben es gut überstanden.
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