Löhrsche Post - B und Bs Tipp-Spiel
Orient 
Sonntag, den 24. September 2006, 20:25
Istanbul
Diese Woche ging es orientalisch zu. Und wenn mich der dienstliche Ausflug nach Istanbul schon vom Laufen unter der Woche abhält, muss ich wenigstens mal kurz damit angeben.

Und am Tag drauf habe ich mich ja auch schon wieder in die Laufschuhe schmeißen können. 13 km durch den Knippes mit Dirk, Peter K. und Wolfgang (der übrigens noch eine Variante ins lustige Brillenauswahlspiel gebracht hat). Also entweder zeigt mein Tempomesser derzeit zu hohe Geschwindigkeiten an oder das lockere Laufen geht mir derzeit tatsächlich schneller von den Füßen. Auch der Jog am Samstag und Sonntag deuten darauf hin. Gibt ein schönes Gefühl. Kaputt war ich dennoch nach den heutigen paarundzwanzig Kilometern.

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Gleitsicht 
Sonntag, den 17. September 2006, 19:00 - Der ganz normale Wahnsinn
Mir ist in letzter Zeit beim Training der Blick auf die Uhr schon häufiger schwer gefallen. Also nicht der Blick an sich, aber das Ablesen der Daten vom Display. Schlimmer noch beim Lesen von Zeitungen, Büchern, Gebrauchsanweisungen, Haltbarkeitsdaten oder beim Einfädeln von Bändern in Ösen.

Also habe ich mir nach über 10 Jahren mal wieder einen Termin beim Augenarzt besorgt, ahnend was das Ergebnis sein wird. Der Nahbereich schwächelt.

"Das ist normal in Ihrem Alter". AAARRRRGGGGHHHHH

Und was tun? Gleitsichtbrille? Oder nur eine zum Lesen? Und was ist dann mit den Zwischendistanzen (Bildschirm)? Und wenn Gleitsicht, welche Qualität? "Gibt's schon für 40 EUR, aber is' nix. Gut ist natürlich SuperbrechGigadünn-xyz-Gleit aus dem Hause Stodenrock, kost' aber was mehr. Da is' man schnell bei einigen hundert Euro". Pro Glas versteht sich.

Ich hasse Entscheidungen. Und dann noch das Gestell. "Wenn Sie mal hier oder mal dort hineischlüpfen wollen?" "Ja, steht Ihnen ungemein, sehr schick, und so schmal" " Nein, Gleitsicht geht da natürlich nicht mit. Ist doch klar. Kein Platz für irgendwelche Gleitzonen". Und nu?

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Rauf auf die Jungfrau 
Samstag, den 9. September 2006, 22:25 - Runners Couch
Panorama
Und der Mönch schaut zu.

Und der Eiger ebenfalls. Spätestens jetzt ist klar, dass hier die Rede von der berühmten Schweizer Bergkette Eiger, Mönch, Jungfrau ist. Seit 1993 hat sich dort eine Marathonveranstaltung etabliert, deren Mythos Läufer aus aller Welt anzieht. So dieses Jahr auch mich.

ProfilDer Jungfrau-Marathon.

Wegen der faszinierenden Landschaft, durch die der Kurs führt, gilt dieser Lauf als der schönste Marathon der Welt. Und das ungewöhnliche Streckenprofil macht ihn zudem zu einem sehr harten Lauf. Auf den 42,196 Kilometern von Interlaken bis zur kleinen Scheidegg sind 1829 Höhenmeter aufwärts zu bewältigen. Und die 305 abwärts bringen auch keine echte Erholung.

Ich hatte viel über diesen Wettkampf gehört und gelesen. Anderthalb bis zwei Stunden solle man auf die „normale“ Marathonzeit draufrechnen, aber was ist bei mir schon normal. Dementsprechend wenig wollte ich dem Zufall überlassen und habe die Vorbereitung doch recht intensiv hinbekommen. Gut 3 Monate habe ich reingesteckt. Dabei 867 Kilometer in 83 Stunden (netto) zurückgelegt. Das waren meist 65-70 Kilometer und 6-7 Stunden pro Woche.

Peter und GeorgAuf jeden Fall wurde ich am Tag X schon mal mit perfektem Wetter belohnt. Der Blick aus dem Fenster beim Aufwachen auf die weiße Jungfrau vor blauem Himmel ließ das Adrenalin steigen. Und so standen Georg und ich in gespannter Erwartung in Mitten der übrigen gut 4.000 Mitläufer. Pünktlich um 9:00 Uhr fiel der Startschuss und der Lindwurm setzte sich zunächst zum Schaulaufen durch Interlaken in Bewegung. „Nur nicht zu schnell los. StartDie Körner brauchst du noch später am Berg!“ war der Ratschlag, den es zu beherzigen galt. Gar nicht so einfach, denn die äußeren Bedingungen und die Stimmung waren einfach traumhaft. Mit ca. 5:40 Minuten auf den Kilometer haben wir aber unser Wohlfühltempo gefunden und genossen die ersten zehn flachen Kilometer über Böningen bis Wilderswill.

GeorgAuf dem folgenden Abschnitt ging es konstant aber moderat bergan, bis wir in Lauterbrunnen die Halbmarathon-Markierung passierten. Rechts und links türmten sich alsbald steil die Felshänge auf. „Wie soll man denn da hoch?“ war die meistgestellte Frage bei den Läufern rundum. Nun, wenig überraschend gab einen Weg, aber es war sofort klar, warum der Streckenabschnitt zwischen Kilometer 26 und 28 „Die Wand“ heißt. Laufen ist hier nicht mehr möglich – zumindest in meiner Leistungsklasse, so dass wir gehend die jubelnden Zuschauer in Wengen erreichten. Ab hier wurde es ein Mix aus Laufen und Gehen. Obwohl ich merkte, dass Georg den Berg schneller als ich hoch könnte, habe ich mich noch gut gefühlt. Alsbald wurde man für die bisherigen Strapazen auch mit einem sagenhaften Blick auf die Namensgeberin der Veranstaltung belohnt.

Irgendwo bei Kilometer 34 oder 35 passte dann irgendwas bei mir nicht. Auch eine Woche später weiß ich noch nicht genau, was und wie sich das bemerkbar machte. Ich weiß nur, dass ich mal kurz pausierte, mir den Trinkgurt abschnallte und ein paar Minuten und einen Aufstoßer später wieder weiterlaufen konnte. Georg hat sich nun endlich überreden lassen, alleine loszuziehen. Und ich trabte weiter. Leider hat sich die kurze Magendruckpause negativ auf die Muskeln ausgewirkt. MasseurinLaufen funktionierte nicht mehr. Waden wie Oberschenkel balancierten immer auf dem schmalen Grad zum Krampf entlang. Die Bergwelt ließ sich dabei nicht wirklich mehr genießen. Also machte ich aus der Not eine Tugend und guckte mir bei den zahlreichen Massage-Stationen eine nette Masseurin aus und ließ mir die Muskeln lockern. Genial, so zu sitzen, die Berge vor einem, und den Krampf aus den Beinen verschwinden zu fühlen. Ich träumte vor mich hin. Das hätte stundenlang so weiter gehen können, aber irgendwann kam ich dann doch in die Realität zurück und ich bin weiter.

MönchDas schwerste Stück stand noch bevor. Die Moräne hoch bis zum Jungfrau Gletscher, wo der berühmte Dudelsackspieler den höchsten Punkt der Strecke markiert. Obwohl nur noch 3 oder 4 Kilometer entfernt, sollte es noch sehr lange dauern, bis ich in zu sehen bekam. Die Bunte Perlenschnur von Läufern, respektive an dieser Stelle: Gehern, die auf dem Grat nach oben strebte, gab nur einen vagen Vorgeschmack. Der Einstieg in die Moräne gelang noch gut. Aber ungefähr bei Kilometerschild 39 spürte ich das Bedürfnis, mich mal kurz ins Gras zu setzen. Es war nicht das sonst bei mir übliche Kopfproblem, auch waren die Beine in Ordnung. DudelsackspielerDer Magen fühlte sich zwar besser, nachdem ich erneut den Trinkgurt abnahm, aber ein konkretes Magenproblem konnte ich nicht ausmachen. Also wieder auf. Ich merkte deutlich, wie ich die nachfolgenden Leute aufhielt und setzte mich erneut. Die zehn Alphornbläser am Steilhang wirkten bestimmt beindruckend vor der imposanten Bergkulisse, aber dafür hatte ich in dem Moment leider kein Auge. Wanderer, die uns entgegenkamen, boten mir Wasser an, was ich dankbar annahm. Das Wechselspiel von einigen Schritten gehen und Ausruhen wiederholte sich noch ein paar mal, wobei die Anzahl der Schritte immer weniger wurde. Dann, nach erneutem Antritt, an der gefühlt steilsten Stelle, merkte ich, wie sich mein Magen um 180° zu drehen begann. Weitere Details spare ich mir hier.

Peter im ZielAber danach ging es mir wieder richtig gut. Oder sagen wir: den Umständen entsprechend. Der Kilometer zwischen 39 und 40 wird jedenfalls mit 42 Minuten als der längste in meine Geschichte eingehen. Fast leichtfüßig kam ich beim Dudelsackspiele an und konnte die letzten anderthalb Kilometer sogar fast genießen bevor ich acht Minuten vor Zielschluss endlich die Ziellinie überquerte.

Ich hab’ mich zwar über meine Krise im letzten Abschnitt zunächst geärgert, aber nach einer Woche ist dieser Ärger weg. Er ist der Zufriedenheit darüber gewichen, trotz dieser Krise angekommen zu sein. Und die rundum gelungene, perfekt organisierte Veranstaltung sowie die wunderschönen Gegend lassen meine Gedanken schon wieder in Richtung einer neuerliche Teilnahme schweifen.



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Jungfrau 
Samstag, den 9. September 2006, 20:46 - Runners Couch

Der große Tag war da. Fast alles war perfekt. Lediglich bei mir hat es kurz vor Ende nicht perfekt funktioniert. Ab ca. km 35 nicht mehr. Und zwischen 39 und 40 lief gar nichts. Es ging noch nicht mal mehr was. Selbst sitzen war schwer, weil der Hang so steil war. Erst als sich mein Magen urplötzlich umdrehte und alles überflüssige rauskippte, konnte ich wieder froh gucken. Siehe Zieleinlauf.

Und deshalb habe ich mich auch über die Begrüßungsgirlande der Jungs gefreut, weil, ohne unbescheiden sein zu wollen, es stimmt, was da drauf steht :-) (Detail-Bericht folgt. )

Hier schonmal meine Lieblingstabelle mit den Kilometerzeiten
kmLapSplitkmLapSplitkmLapSplitkmLapSplit
105:4900:05:491206:1001:10:022205:5702:12:413313:4403:53:22
205:3600:11:251306:5501:16:572306:1002:18:513411:0804:04:30
305:4300:17:081404:3901:21:362405:1602:24:073514:1804:18:48
405:3200:22:401505:5301:27:292505:3002:29:373626:4004:45:28
505:4200:28:221606:2601:33:552608:1602:37:533714:1604:59:44
605:4200:34:041706:3401:40:292714:4802:52:413812:2405:12:08
705:3900:39:431806:3501:47:042813:2703:06:083942:4005:54:48
805:4000:45:231906:3201:53:362906:5203:13:004014:2606:09:14
905:4400:51:072006:3402:00:103010:5703:23:574106:2606:15:40
1005:4400:56:512106:3402:06:443107:2103:31:184206:1706:21:57
1107:0101:03:52HM00:3702:07:213208:2003:39:38M01:0006:22:57



















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Heißer 
Sonntag, den 25. Juni 2006, 17:40 - Runners Couch
Sonneals letzte Woche war es diese Woche definitiv. Zumindest gegen Ende. Eine Jogging Einheit am Dienstag und die 5x1000 m von Mittwoch hatten noch ganz manierliche Temperaturen. Aber die 2 1/2 Stunden in der Mittagshitze des Samstags haben mir erst mal einen Sonnenbrand im Nacken beschert. Aber zusammen mit den 1 1/2 Stunden in der sonntäglichen Schwüle auch das Gefühl, in dieser Woche gut was getan zu haben.

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Heiß 
Sonntag, den 18. Juni 2006, 20:09 - Runners Couch
SonneNun beginnt die heiße Phase der Vorbereitung auf die Jungfrau. Die letzten Wochen ließen sich noch etwas zäh an. Aber diese Woche war schon hoffnungsvoller. 3 Einheiten in den Laufschuhen, dabei fast 60km und noch zwei Einheiten Kräftigung im Studio. Da heißt es jetzt dran bleiben. Und um beim Titel des Eintrags zu bleiben: Heiß war vor allem das Wetter als wir heute um die Sengbachtalsperre trabten. Ich gegen Ende und an vielen Steigungen wieder mit Respektsabstand hinter Wolfgang und Dirk, aber immerhin. Und um mich zu wiederholen: Dranbleiben!

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Der Oberschenkel des Bezirks 
Samstag, den 17. Juni 2006, 21:46 - Runners Couch
WadeIch habe zwar nicht Ballacks Wade der Nation (obwohl meine Waden auch beachtenswert sind ;-) aber mindesten doch den Oberschenkel des Bezirks. Und der zwickt leider gewaltig. Jeder Versuch, die Geschwindigkeit Oberschenkelüber das Jogging-Tempo hinaus zu steigern, lässt einzelne Muskelstränge zusammenzucken und sich zu einem Prae-Krampfgefühl verdichten. Selbst im Studio auf der Streckbank ließ sich keine Übung durchführen, bei der der Unterschenkel die Gewichte aus der Waagerechten nach oben zieht. Der Instruktor winkte sofort ab. "Der zuckt aber komisch", meinte er nur achselzuckend. Ob’s damit auf die Jungfrau geht? Vorerst heißt es Geduld bewahren.
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Eintagsfliege 
Sonntag, den 11. Juni 2006, 12:22 - Runners Couch
FliegeMittlerweile sind es nur noch 90 Tgae bis zum Jungfrau Marathon. Genau jetzt beginnt die 3 Monatsfrist zu ticken. Für den 12-Wochen-Zeitraum bleibt noch eine Galgenfrist von einer Woche.

Fleißig war ich schon, diese Woche. Incl. des Vorfrühstückslauf in Prag kam ich auf 5 Einheiten. (Details folgen) Am deutlichsten ist mir dabei der Jog von Dienstag im Gedächtnis geblieben. Oder besser: Im Hals. Denn beim Traben durch den Knipprather Busch konnte ich sie schon in Zeitlupe auf mich zuschweben sehen. Die Eintagsfliege. Und da ich gerade wieder einatmen musste, folgte sie dem entstehenden Sog und krallte sich erstmal an den feinen Härchen meiner Luftröhre fest. War das ein Gehuste, Gekeuche und Gewürge. Ich lief rot an. Passanten blieben stehen, aber die Fliege ließ die Härchen nicht los. Ich trabte weiter, spürte aber nach kurzer Zeit immer noch dieses vermaledeite Kratzen im Hals. Es bedurfte dann noch einer weiteren Würgeaktion, bei der mich die vorbeieilenden Waldbegeher teils mitleidig, teils ängstlich ansahen, bis ich das Tier endlich in einer kleinen Lache aus Spucke schwimmen sah. Na, ja. Da es schon nach 8 war, hätte die Eintagsfliege eh' nicht mehr lange zu leben gehabt.
SonneErwähnenswert auch der für heute vorgesehene "lange Lauf" bzw. das nicht Stattgefundenhaben desselbigen. Der fiel nämlich dem warmen Wetter, dem gestrigen Silber-Abi-Jubiläum und meiner daraus resultierenden Müdigkeit zum Opfer. Wohlgemerkt: Müdigkeit! Ich habe nicht "Brummschädel" gesagt! (und auch nicht gemeint. Das wollte ich nur erwähnt haben!)

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Prag 
Sonntag, den 4. Juni 2006, 22:49 - Runners Couch, Der ganz normale Wahnsinn
Karlsbrücke zu PragSchön war's in Prag. Schön kalt. Oder, um der Wahrheit zur Ehre zu gereichen: schön und kalt. Wir haben ein paar U-Bahn-Stationen abseits vom Zentrum gewohnt. An einem Park. So stand's auch im Internet. Und deshalb habe ich mir vorsichtshalber die Laufschuhe eingepackt. Und hab' sie genutzt! Der verstauchte Fuß war auf dem arg unebenen Asphalt immer noch leicht zu spüren. Und ich war nach einem Tag Stadtsightseeingschlenderei auch nicht gerade fit. Und so reichte es nur zu 33 Minuten Parkumrundung inclusive ausgiebiger Orientierungsphase.

Morgens drauf immerhin zu 44 Minuten und zwei Runden.

Details folgen.

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Die ersten 5 Wochen 
Samstag, den 15. Oktober 2005, 13:53 - Runners Couch
Der Köln-Marathon war frustrierend. Zumindest der Lauf. Gut, dass es im Ziel Kölsch gab. Das ließ mich im analytischen Gespräch mit Georg und Stephan schon wieder Zukunfts-Pläne schmieden (Jungfrau, New York). Aber läuferisch war es (wieder) nix. Und die ersten Zipperlein im Knie, die mich die Vorbereitung durch begleiteten, haben mich erstmal die Schuhe in die Ecke stellen lassen. Zwei Wochen nicht laufen (müssen), war eine Wohltat.

Sonntag, 25.9.05:

Aber danach regte sich so was wie ein Gewissen. Weniger aus Lust als aus Pflichtgefühle der kommenden Bestzeit gegenüber bin ich wieder losgejoggt. Motivationsfördernd wirkte auch der auf der Marathon-Messe erstandene neue GT21000. Nach 200 Metern wollte ich jedoch wegen des Zwickens im Knie schon wieder umkehren, bin dann aber doch durchgelaufen. Ca. 12 km. Spaßfaktor: So lala.

Montag, 26.9.05:

Am nächsten Tag abends in Raunheim habe ich mich gegen 1/4 vor 7 erneut aufgerafft. Hat sogar mehr Spaß gemacht, obwohl ich immer noch die Knie spürte. Wegen der hereinbrechenden Dunkelheit und der vielen über den Weg springenden Rehe wurde es aber nur eine kurze Runde von ca. 50 Minuten.

Beinahe hätte ich gesagt, darauf könne man aufbauen. Aber die Erkältung, die sich tagsüber schon ankündigte, hat mich dann nochmal zurückgeworfen. Während des anschließenden Dänemark-Urlaubs bin ich deshalb keinen Meter gejoggt. Und das, wo das Wetter so überaus einladend war.

Dienstag, 11.10.05:

Das Wetter war dann auch der Grund, warum ich mir nach der Rückkehr wieder die Laufschuhe angezogen habe. Da wir abends in Erkrath eingeladen waren, habe ich mir Langenfeld-Erkrath zum Wiedereinstieg ausgewählt. Aber die ca. 18 km waren des Guten dann doch zuviel. Nach knapp einer Stunde wurde es wieder zur Qual. Und die Erkältung ist immer noch nicht weg und die Motivation immer noch nicht da.

Ich werde mir jetzt Ziele definieren, das Training systematisch und abwechlungsreicher gestalten (Dehnen und Kräftigen ist meist hinten runter gefallen) und hier Protokoll führen. Erste Maßnahme: In den nächsten 2 Wochen beim Laufen Uhren, Zeitpläne und Pulsmesser in der Schublade lassen, Druck rausnehmen und versuchen, erste Ansätze von Spaß zurückzugewinnen.

Samstag, 15.10.05:

Heute konnte ich Susanne überzeugen (oder besser: überreden), auch mal wieder ihre Jogging-Schuhe zu bewegen. Ihr letzter Lauf liegt allerdings über ein Jahr zurück. Also haben wir ihr erstmal ein nette 30 Minuten Runde gesucht. Richtung Richrath raus. Und das im ganz, ganz gemütlichenm Tempo. Das Wetter war immer noch genial. Und es fing wieder an, Spaß zu machen. Mir zumindest. Ganz wie geplant. So wurden es sogar satte 37 Minuten. Susanne war fertig, aber mir gings gut. Die Erkältung spüre ich allerdings immer noch leicht.

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